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Lehrstellenzentrale – Lehrstellenvermittlung – 3655 Sigriswil
Neu ab 1.12.2009 >> CH Lehrstellenzentrale - Stellenzentrale
1989 >> Mit dem Infocorner will Martin Aeschbach in eine
Lücke springen.
Er hilft Suchenden
die geeignete Lehrstelle zu finden.
Als nicht gross
bezeichnet dagegen die kantonale Berufsberatung die zu füllende Lücke.
Der Traum vom Schriftenmaler ging für Martin Aeschbach nie in Erfüllung.
Grund. Er fand
keine Lehrstelle.
Damit die heutigen
Schulabgänger sowie weitere Interessenten
( Zweitausbildung )
nicht das gleiche Schicksal erleben müssen, hat Aeschbach den Infocorner
gegründet. Nach
seinen Angaben die einzige private Stellenzentrale der Schweiz, wo sich
Schülerinnen und
Schüler, Eltern und Lehrer über das Lehrstellenangebot kostenlos informieren
können.
Aeschbach will mit
diesem Angebot eine Lücke füllen.
Die Kantonalen
Berufsberatungsstellen sind meistens nur über die offenen Lehrstellen innerhalb
ihrer
Region informiert.
Er dagegen versuche möglichst aktuell sämtliche Lehrbetriebe des gesamten
Kantonsgebietes zu
erfassen.
Die Berufswahl
sollte bereits entschieden sein, nennt Aeschbach eine Voraussetzung, um bei ihm
Hilfe für
die weiteren
Schritte zu erhalten. Zudem macht er auf eine Tatsache aufmerksam: < Im
Kanton Bern werden
jährlich zahlreiche
Lehrverträge aufgelöst..>
Daher biete er
einen weiteren Service an: Die
Vermittlung von Schnupperstellen. Dies sei eine gute Möglichkeit ,
dass sich Chef und
Lehrling frühzeitig kennen lernen, was nach der Ansicht Aeschbachs die Gefahr
einer
Auflösung des
Lehrvertrages vermindert. < Ein Schüler soll lieber zwei- oder dreimal schnuppern gehen, wenn
er sich noch nicht
endgültig entscheiden kann >, rät er daher. Zudem wolle er auch
Betriebsbesichtigungen
für Lehrer und
ganze Schulklassen vermitteln.
Mit dem Aufbau
seines Infocorners hat er im Juli 1989 begonnen,. Bei der Vermittlungsstelle beteiligen
sich 75 Firmen mit
total 55 Berufen. Registriert und angeschrieben hat Aeschbach insgesamt 3000
der rund 12`000
Bernischen Lehrbetriebe. Das gesammelte Datenmaterial will er im Mai 1990 in
seiner Zeitung
< Aktuelle
Lehrstellen im Kanton Bern > publizieren, welche an Messen, Ausstellungen
und Konzerten
aufliege und an die
Schulen verschickt werde.
Die öffentliche
Berufsberatung und die vom Kanton subventionierten Lehrstellennachweise deckten
im Prinzip
die von Aeschbach bezeichnete
Lücke bereits über das gesamte Kantonsgebiet ab, kontert Heinz Schmid
als Vorsteher des Amtes für
Berufsberatung. Er hält fest: <
Wir können ihn nicht speziell unterstützen, werden
ihm aber auch keine
Knebel zwischen die Beine legen >.
Jeder Privatperson
sei der Aufbau einer solchen Vermittlungsstelle möglich. Die rund 60 Bernischen
Berufsberaterinnen
und –berater erhielten alljährlich vom Amt für Berufsbildung die Liste
sämtlicher bewilligter
Lehrstellen, führt
er weiter aus. Die Adressen der Lehrbetriebe würden künftig elektronisch
verwaltet und erreichten
einen noch
aktuelleren Stand. < Auf jeder regionalen Berufsberatung können
Lehrstellenadressen vom gesamten
Kanton eingesehen
oder verlangt werden >, beschreibt Schmid. Zudem pflegten die Berufsberater
in ihren
Regionen einen
guten Kontakt zum Gewerbe und seien bestens über die Lehrstellensituation auch über ihre
Grenzen hinaus
informiert.
Adjunkt Paul
Berchtold macht im weitern auf die regionalen Lehrstellennachweise, welche das
gesamte Kantonsgebiet
abdeckten,
aufmerksam. Diese geben Auskunft über freie Lehrstellen. Die Daten würden
ebenfalls über die regionalen
Grenzen hinaus
ausgetauscht. Zudem Betrachteten die meisten Berufsverbände die
Lehrstellenvermittlung als ihre
Aufgabe, betonen
Schmid und Berchtold. Da es mit dem Geburtenrückgang für die Firmen schwieriger
geworden ist,
überhaupt Lehrlinge
und Lehrtöchter zu finden, will Aeschbach auch den Betrieben unter die Arme
greifen. Mit einem
jährlichen
Pauschalbetrag von Fr. 384.— ( keine Vermittlungsgebühren ) sind die Firmen
dabei. Nicht nur die telefonische
Vermittlung ihrer
offenen Lehrstellen ist im Preis inbegriffen, sondern auch ein Inserat in der
Zeitung „ Aktuelle Lehrstellen
im Kanton Bern „.
Dies sei ein Vorteil für kleinere Gewerbebetriebe, welche in ihrer Region keine
Lehrlinge fänden, wirbt
Aeschbach. Er fügt
ein Beispiel an: < Einen Vertrag
abgeschlossen hat eine Käserei aus dem Emmental. > Trotz Inseraten
habe der Käser keinen Lehrling gefunden und sich
schliesslich bei ihm gemeldet, führt Aeschbach aus.
Beim Infocorner
mitmachen wollen auch grössere Unternehmungen. So hat beispielsweise Coop Bern
einen Vertrag
abgeschlossen. <
Da wir vor allem im Bereich Verkauf Schwierigkeiten haben, Lehrtöchter und
Lehrlinge zu finden,
entschlossen wir
uns, alle Möglichkeiten auszuschöpfen >, begründet Silvia Strahm als
Verantwortliche für die
Anstellung von Lehrlingen den Entscheid.
Berner Zeitung
Dienstag, 20 April
1990
Redaktor: Urs Hänni
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Lehrstellenzentrale - Stellenzentrale
Lehrstellenvermittlung
Martin
Aeschbach
3655 Sigriswil