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CH Lehrstellenzentrale – Lehrstellenvermittlung – 3655 Sigriswil

 

 

 

www.lehrstellenzentrale.ch    

 

 

Neu ab 1.12.2009    >>    CH Lehrstellenzentrale - Stellenzentrale

 

 

 

Berner Zeitung   >> Artikel 20. April. 1990

 

 

> 22 Jahre LEHRSTELLENZENTRALE Infocorner – 1989 > 2011

 

 

LEHRSTELLENSUCHENDE sollen nicht vor dem leeren Brett stehen

 

                                                                                                                                   

1989  >> Mit dem Infocorner will Martin Aeschbach in eine Lücke springen.

 

Er hilft Suchenden die geeignete Lehrstelle zu finden.

 

Als nicht gross bezeichnet dagegen die kantonale Berufsberatung die zu füllende Lücke.

 

Der Traum vom Schriftenmaler ging für Martin Aeschbach nie in Erfüllung.

Grund. Er fand keine Lehrstelle.

Damit die heutigen Schulabgänger sowie weitere Interessenten

( Zweitausbildung ) nicht das gleiche Schicksal erleben müssen, hat Aeschbach den Infocorner

gegründet. Nach seinen Angaben die einzige private Stellenzentrale der Schweiz, wo sich

Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer über das Lehrstellenangebot kostenlos informieren können.

Aeschbach will mit diesem Angebot eine Lücke füllen.

Die Kantonalen Berufsberatungsstellen sind meistens nur über die offenen Lehrstellen innerhalb ihrer

Region informiert. Er dagegen versuche möglichst aktuell sämtliche Lehrbetriebe des gesamten

Kantonsgebietes zu erfassen.

 

Erst nach Berufsberatung

 

Die Berufswahl sollte bereits entschieden sein, nennt Aeschbach eine Voraussetzung, um bei ihm Hilfe für

die weiteren Schritte zu erhalten. Zudem macht er auf eine Tatsache aufmerksam: < Im Kanton Bern werden

jährlich zahlreiche Lehrverträge aufgelöst..>

Daher biete er einen  weiteren Service an: Die Vermittlung von Schnupperstellen. Dies sei eine gute Möglichkeit ,

dass sich Chef und Lehrling frühzeitig kennen lernen, was nach der Ansicht Aeschbachs die Gefahr einer

Auflösung des Lehrvertrages vermindert. < Ein Schüler soll lieber  zwei- oder dreimal schnuppern gehen, wenn

er sich noch nicht endgültig entscheiden kann >, rät er daher. Zudem wolle er auch Betriebsbesichtigungen

für Lehrer und ganze Schulklassen vermitteln.

Mit dem Aufbau seines Infocorners hat er im Juli 1989 begonnen,. Bei der Vermittlungsstelle beteiligen

sich 75 Firmen mit total 55 Berufen. Registriert und angeschrieben hat Aeschbach insgesamt 3000

der rund 12`000 Bernischen Lehrbetriebe. Das gesammelte Datenmaterial will er im Mai 1990 in seiner Zeitung

< Aktuelle Lehrstellen im Kanton Bern > publizieren, welche an Messen, Ausstellungen und Konzerten

aufliege und an die Schulen verschickt werde.

 

Keine grosse Lücke

 

Die öffentliche Berufsberatung und die vom Kanton subventionierten Lehrstellennachweise deckten im Prinzip

die von Aeschbach bezeichnete Lücke bereits über das gesamte Kantonsgebiet ab, kontert Heinz Schmid

als Vorsteher des Amtes für Berufsberatung. Er hält fest: < Wir können ihn nicht speziell unterstützen, werden

ihm aber auch keine Knebel zwischen die Beine legen >.

Jeder Privatperson sei der Aufbau einer solchen Vermittlungsstelle möglich. Die rund 60 Bernischen

Berufsberaterinnen und –berater erhielten alljährlich vom Amt für Berufsbildung die Liste sämtlicher bewilligter

Lehrstellen, führt er weiter aus. Die Adressen der Lehrbetriebe würden künftig elektronisch verwaltet und erreichten

einen noch aktuelleren Stand. < Auf jeder regionalen Berufsberatung können Lehrstellenadressen vom gesamten

Kanton eingesehen oder verlangt werden >, beschreibt Schmid. Zudem pflegten die Berufsberater in ihren

Regionen einen guten Kontakt zum Gewerbe und seien bestens über die Lehrstellensituation  auch über ihre

Grenzen hinaus informiert.

 

Neun weitere Stellen

 

Adjunkt Paul Berchtold macht im weitern auf die regionalen Lehrstellennachweise, welche das gesamte Kantonsgebiet 

abdeckten, aufmerksam. Diese geben Auskunft über freie Lehrstellen. Die Daten würden ebenfalls über die regionalen

Grenzen hinaus ausgetauscht. Zudem Betrachteten die meisten Berufsverbände die Lehrstellenvermittlung als ihre

Aufgabe, betonen Schmid und Berchtold. Da es mit dem Geburtenrückgang für die Firmen schwieriger geworden ist,

überhaupt Lehrlinge und Lehrtöchter zu finden, will Aeschbach auch den Betrieben unter die Arme greifen. Mit einem

jährlichen Pauschalbetrag von Fr. 384.— ( keine Vermittlungsgebühren ) sind die Firmen dabei. Nicht nur die telefonische

Vermittlung ihrer offenen Lehrstellen ist im Preis inbegriffen, sondern auch ein Inserat in der Zeitung „ Aktuelle Lehrstellen

im Kanton Bern „. Dies sei ein Vorteil für kleinere Gewerbebetriebe, welche in ihrer Region keine Lehrlinge fänden, wirbt

Aeschbach. Er fügt ein Beispiel an:  < Einen Vertrag abgeschlossen hat eine Käserei aus dem Emmental. > Trotz Inseraten

habe der Käser  keinen Lehrling gefunden und sich schliesslich bei ihm gemeldet, führt Aeschbach aus.

 

Auch grössere Betriebe

 

Beim Infocorner mitmachen wollen auch grössere Unternehmungen. So hat beispielsweise Coop Bern einen Vertrag

abgeschlossen. < Da wir vor allem im Bereich Verkauf Schwierigkeiten haben, Lehrtöchter und Lehrlinge zu finden,

entschlossen wir uns, alle Möglichkeiten auszuschöpfen >, begründet Silvia Strahm als Verantwortliche für die

Anstellung von Lehrlingen den Entscheid.

 

 

Berner Zeitung

 

Dienstag, 20 April 1990

 

Redaktor: Urs Hänni

 

 

 

Sigriswil, 2011

 

 

www.lehrstellenzentrale.ch  

 

 

 

 

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Lehrstellenvermittlung

 

INFOCORNER

 

Martin Aeschbach 

 

3655 Sigriswil